Menschenhandel



Menschenhandel ist eine komplexe Problematik, die sich im nationalen und vor allem internationalen Kontext abspielt. Wir begreifen Menschenhandel als eine extreme Form der Ausbeutung, die häufig, aber nicht ausschliesslich, im Zusammenhang mit Migration von Frauen und Männern steht.

Immer mehr Menschen sind in die internationale Arbeitsmigration involviert und können dabei Opfer von struktureller, psychischer und physischer Gewalt werden. Ihre oft unsichere rechtliche und soziale Position sowie der Druck, durch Migration ihr eigenes Leben und das ihrer Familie sichern zu müssen, werden dabei gezielt ausgenutzt. Im Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung spielen weiterhin Geschlechterhierarchien und Gewalt gegen Frauen eine grosse Rolle. So können von Menschenhandel Betroffene zur sexuellen Ausbeutung oder zur sonstiger Arbeitsausbeutung gezwungen werden.

Die Täter/innen erzielen teils grosse Gewinne und die Betroffenen stehen vor vermeintlich unüberwindbaren Hindernissen, wenn sie versuchen, ihre Rechte einzufordern. In diesem Zusammenhang unterstützen wir Frauenhäuser in Nepal, die als Zuflucht- und Wiedereingliederungsstellen dienen. Als Erstes sollen es jedoch Orte sein, an denen sich die Frauen und Mädchen in einem geschützten Umfeld sicher fühlen können und die nötige Betreuung und Unterstützung erhalten.

Die Betreuung durch geschulte Fachpersonen und die Wiedereingliederung erfolgt oft über mehrere Jahre.

 

Frauenhaus Kumudini* in Kathmandu (Nepal) 

* Definition Kumudini: Sanskrit Wort für eine weiße Lotusblüte, die in der Nacht blüht.